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Start Wandern Torgau - Leipzig 2012


Torgau – Leipzig, die etwas andere Reise

07.04.2012

Torgau – Leipzig, die etwas andere Reise

Einmal von Torgau nach Leipzig laufen, diesen Traum wollten wir uns am Ostersonnabend 2012 erfüllen. Wir das sind: Hardy, Silke, Sabine, Thomas, Cris und der Autor.

Treffpunkt war an der Post in Torgau. Die Uhrzeit etwas unchristlich um 04:00 Uhr. Bei einer voraussichtlichen reinen Laufzeit von 13:00 Stunden allerdings nötig.

Pünktlich zum Start fing es dann auch zu regnen an und hörte erst ca. 4:00 h später wieder auf. Da saßen wir schon auf dem Schildberg beim Frühstück. Vorher musste Silke auf dem Schildauer Marktplatz verarztet werden. Eine Druckstelle wurde von der Fußpflegerin unter uns mit einer Binde entschärft. Der kleine Umweg auf den Schildberg wurde nötig, da Regen und Wind eine geschützte Stelle zum Rasten erzwangen. Und die befindet sich auf dem Berg, und nicht am Fuße.

Als nächstes Ziel hatten wir Hohburg auserkoren. Dort erhofften wir uns einen Kaffee und etwas Backwerk in einer Backstube. Weder Kaffe noch eine Backstube gefunden, also durchgelaufen und von Zuckerwerk und heißer, brauner Brühe geträumt. Bis Lossa dann nur Asphalt, aua. In Lossa haben wir die Bushaltestelle geentert. Zwei intakte Plastesitzschalen waren vorhanden, der Rest machte es sich auf dem Pflasterboden bequem. Die Ansprüche sinken mit zunehmender Laufzeit. Wichtig war vor allem ein Windschutz, und den bot dieser Platz. Interessanterweise zauberten Cris und Hardy ein Bier aus ihren Rucksäcken. Auf ihre Frage, wer denn einen Schluck möchte, schnellte Sabines Hand zuerst in die Höhe. Die beiden starrten sich mit aufgerissenen Augen an. Hatten sie sich doch noch beim morgendlichen Packen der Rucksäcke ein Mordsgezeter anhören müssen. Wie bescheuert muss man denn sein, Bier zu tragen. Na, die Lacher hatte Sabine nun auf ihrer Seite. Hinter Canitz durchschritten wir die Muldeaue. Ein Traum für unsere Füße. Der Wiesenboden fühlte sich nach dem Asphalt wie Watte an. Dazu die „Skyline“ von Püchau mit Schloss und Kirche. Alles auch noch im schönsten Sonnenschein, nach dem kurz zuvor der erste Hagelschauer des Tages niedergegangen war.

Hinter Püchau steigt das Gelände immer leicht bergan, kein Baum, kein Strauch. Soweit ja kein Thema, wenn nicht der heftig blasende Wind von vorn gewesen wäre. Wir mussten uns mitunter regelrecht gegen die Böen stemmen. Erst im Tresenwald hatten wir wieder ruhigeres Wetter. Hunger kam auch auf. Eine windstille Lichtung ward alsbald gefunden, und so genossen wir wieder ein paar Minuten Gemütlichkeit. Der erste Stimmungsaufheller machte nun alsbald die Runde. Sonnenschein, Windstille, ausgestreckte Beine, die Zuversicht es zu schaffen war schier grenzenlos. Am südlichen Ende des Waldes stießen wir auf die Markierung des Jakobsweges. Von nun an sollte die Muschel unseren weiteren Weg begleiten. Bis Panitzsch genossen wir noch ein Stück das angenehme laufen über Feld und Waldwege. Dann war Schluss mit lustig. Asphalt bis zum Leipziger Hauptbahnhof war angesagt. Das Ortseingangsschild von Leipzig – Engelsdorf nur eine kleine erfreuliche Episode am Rande. 10 km Stadtmarsch standen uns ja noch bevor. Habe mir in Engelsdorf auf einer Hauseingangstreppe  von Sabine eine Blase am rechten Fuß aufstechen und mit Pflaster verschließen lassen. Hat dem Fuß nicht wirklich geholfen, für den Kopf war`s allemal gut. Ein Eingeborener befragte uns dann noch nach Start und Ziel der Wanderung. Unsere Auskunft kommentierte er dann erst mal mit einem ungläubigen Kopfschütteln und der Frage, ob es denn in Torgau keinen Bahnhof gäbe. Cris erwiderte geistesgegenwärtig die Frage mit ja, jedoch fahren die Züge nur in eine Richtung…Sein abschließender Kommentar: Wenn es schön macht…. Am Paunsdorf Center hat Silke dann das Handtuch geworfen und sich eine Straßenbahn zum Bahnhof genommen. 58 Kilometer hatte sie da schon in den Beinen. Für den Rest standen noch 1,5 Stunden Stadtgelatsche auf dem Plan. Und so konnten wir erstmals zu Fuß die schier unendliche Länge der Eisenbahnstrasse ermessen. Sabine sah den Bahnhof dann auch in einer Halluzination etwas verfrüht. Hardy lief auf der anderen Strassen Seite und wollte in kein Gespräch mehr verwickelt werden. Endzeitstimmung und Vorfreude auf das nahe Ende machten sich breit. Dann um 17:30 Uhr das Ziel, Osthalle Bahnhof Leipzig. Geiles Gefühl, mal wieder etwas Ungewöhnliches geschafft zu haben. Sahra erwartete uns mit einer Flasche Sekt, Silke war auch wieder mit dabei. In der Bahnhofshalle wartete Danny mit einem Elfer Kasten Bier und lachte über die ungelenken Bewegungen seines Vaters. Da war es dann auch nicht peinlich auf dem gefliesten  Boden zu liegen und ein leckeres Bier zu trinken. Denn Hunger stillten wir beim Italiener mit leckerer Pasta. Nach dem abermaligen Auffüllen des Elfers brachte uns das Unternehmen Zukunft (DB) pünktlich zurück nach Torgau.


65 Km / 13,5 Stunden

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Aktualisiert (Freitag, den 30. Oktober 2015 um 18:08 Uhr)