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Start Wandern Zittau - Hrensko 2013


Zittau - Hrensko 2013

Zittau – Hrensko (Herrnskretschen)

31.10.2013 – 03.11.2012

Im Spätsommer, als es abends noch lange Hell und angenehm warm war, wurde die Idee geboren. In vier Tagen von Zittau nach Hrensko zu laufen. Oberste Priorität dabei, wir schlafen draußen. Das Thema Winterzeit und Novemberwetter noch weit weg. Es fanden sich vier, die sich in das Abenteuer drei Tage draußen schlafen, ohne Duschen, stürzen wollten. Chris, Sabine, Silke und der Autor.
Mit Kraxen, Gewicht jenseits der 15 Kilogramm, stellten wir uns morgens um 08:00 Uhr an das Gleis 1 am Bahnhof Torgau, um mit dem Mobilitätswunder DB nach Zittau zu fahren. Eine sehr angenehme Reise. Großartig war der Zugbegleiter von Elsterwerda/Biela nach Dresden. An Umsteigebahnhöfen begann er seine Rede mit den Worten „Ich les euch jetzt mal etwas vor“.  Danach folgten die allgemein bekannten Hinweise zum Nahverkehr. Richtig genial wurde es am Zielbahnhof in Dresden. Zuerst das vorher schon erwähnte: Ich les euch… , mit den gesammelten Werken aller Weiterreismöglichkeiten, danach jedoch der Hammer. „ Die Deutsche Bahn freut sich, ohne Probleme in Dresden angekommen zu sein, aber schade, schade, schade, leider, leider, leider, fünf Minuten zu spät. Der hatte an diesem Tag sichtlich Freude an seinem Beruf. Wir haben uns köstlich amüsiert und im weiteren Verlauf der Wandertage diesen Ausspruch noch ausgiebig  strapaziert.

Von Zittau sind wir dann noch mit der Schmalspurbahn nach Olbersdorf gezuckelt. Am Oberbahnhof ausgestiegen, den „Töpfer“ vor Augen losgelaufen.Der Töpfer ist ein Fels Berg und die nördlichste Erhebung des Zittauer Gebirges. Ganz nebenbei, wir hatten traumhaftes Herbstwetter, Sonne satt. Auf dem Töpfer viel Gemenschel, da Feiertag und tolle Aussicht.  Weiter wanderten wir durch die „Felsengasse“, oberhalb von Oybin zum „Hochwald“ Die Mädels mussten beim Finalen Anstieg schon mal „abreißen“ lassen. Unser anvisiertes Tagesziel, die „Lausche“ konnten wir schon mal bewundern. Allerding wuchsen die Zweifel, ob wir es an diesem Tag noch schaffen könnten. Hatten ja doch registriert, das bei Winterzeit um 17:00 Uhr Dunkelheit herrscht. Den Schlafplatz sollte man schon noch im Tageslicht suchen. Vom Ort „Hain“ auf dem Grenzweg oberhalb von „Johnsdorf“ bis zum Falkenstein gelaufen. Vor uns die Lausche im verblassenden Tageslicht, zu Füssen des Falkensteins eine ebene Wiese, umrahmt von Bäumen. Schöner kann ein Schlafplatz im Freien nicht sein. Das Restlicht des Tages reichte um noch Holz sammeln zu können und ein Tarp zwischen die Bäume zu spannen. Dann nur noch ein schöner Abend mit Sternenhimmel, Sternschnuppen  und Lagerfeuer.

Der nächste Morgen sehr kühl. Sind alle schon vor Sonnenaufgang munter gewesen, haben uns dennoch tief in den Schlafsäcken verkrochen. Silke ist schon in der Nacht aus dem idyllischen Schlafgemach geflohen. Sie hat die Kälte schon zeitiger gespürt und auf mehr Wärme in einem Holzverschlag gehofft. Ich denke, die Hoffnung war trügerisch. Nach einem Notfrühstück (Instantkaffee + Zuckerriegel)und dem Abbau des Lagers wollten wir nur noch laufen, um warm zu werden. Die am Abend zuvor so majestätisch thronende Lausche war im Wolkennebel nicht mehr zu sehen. Wie am Vortag waren Chris und ich auch dieses mal schneller auf dem Berg, schöne Scheiße… Auf der Lausche war es lausig kalt, alles in Wolken verhüllt und windig. Dummerweise hatten die Mädels etwas unterhalb des Gipfels, im Windschatten der Berges beschlossen, sich der zu warmen Kleidung zu entledigen. Wir zitterten unterdessen am „Kreuz“ (Gipfel). Sind dann in die Lauschebaude zum Aufwärmen und Frühstücken gelaufen. Über Lesne und den Tolstein näherten wir uns dem Jedlova (Tannenberg). Interessant, mit einer 15 Kg schweren Kraxe 25% steile Wege zu laufen. Trotz kühlen Wetters, floss der eine oder andere Schweißtropfen. In der Baude gab es lecker Essen und lecker Bier, leider keine leckere Aussicht. Sind dann weitergelaufen in Richtung Rybniste. Kurz vor dem Ort erlosch so langsam das Resttageslicht. Schnell eine ebene Schlafstelle gesucht, Feuer gemacht, Tarp aufgebaut, und den Abend am immer wieder magischen Lagerfeuer genossen. In dieser Nacht war es angenehm warm, einerseits die geschlossene Wolkendecke, zum anderen ein isolierender Laubteppich unter unseren Isomatten. Nach einem kurzen Frühstück wanderten wir gegen 08:30 Uhr weiter. In Dubice (Daubitz) gönnten wir uns wieder ein lecker Frühstück. Danach durch die ersten Ausläufer des Elbsandsteingebirges zu den Balzhütten (Na Tokani ). Dort ne kurze Rast in der Balzhütte (Bier), dann auf dem wunderschönen Wanderweg durch die Dittersbacher Felsen nach Dittersbach (Jetrichovice) gelaufen. Unterwegs noch den mittlerweile durch einen Holzübergang und ein Geländer gesicherten Wilhelminen Felsen bestaunt. In Jetrichovice, am ersten Felsen in einer Imbissbude lecker Käse gegessen und ein paar Bier verklappt, die Penne des Tages war ja nicht mehr weit, dachten wir. Die von uns auserkorene Boofe war schon belegt. Leider wollten uns die Einheimischen nicht als Gäste begrüßen. Chris nervt uns schon seit 10 Jahren mit den Worten: lasst uns beizeiten in die Boofe gehen, sonst ist Sie eventuell belegt. Seit 10 Jahren haben wir dort keinen Menschen getroffen. Dieses mal hat er es nicht gesagt und sofort traf seine innerer Prophezeihung zu. Jedoch alles nicht so dramatisch, gehen wir zur zweiten von uns favorisierten Schlafstelle. Einziger Haken, noch eine Stunde laufen und Lager in der Dunkelheit aufbauen. Am Ortsausgang von Jetrichovice leuchtete im Gasthaus Licht. Als Motivationsspritze ein Bier, keine schlechte Idee, dachten wir. Zu unserer Verblüffung liess sich das anwesende Personal um 17:54 Uhr nicht mehr dazu bewegen uns ein Bier einzuschenken, geschweige den Gastraum zu betreten. Am Geruch kann es nicht gelegen haben, dazu hätten Sie sich zumindest in unsere Nähe bewegen müssen. Ist mir nicht zum ersten mal passiert, im Land der Spejbel und Hurvineks.
Unseren anvisierten Lagerplatz in der Nähe der Grundmühle haben wir dann auch ohne Motivationsbier recht schnell erreicht. Zuerst Holz suchen, dann Frauen Feueranzünden, Männer Tarp spannen und Plane auslegen. Isomatten ausrollen, Schlafsack ausbreiten, fertig. Danach wieder der gemütliche Teil am prasselnden, wärmenden Feuer. Auch in dieser Nacht kein Regen, dafür am Morgen ab 08:00 Uhr.  Zu dieser Zeit waren wir aber schon munter beim Kaffeekochen. Das Tarp hatten wir zum Glück noch nicht abgebaut. Nach einem trockenen Notfrühstück unter dem Tarp alles im Regen zusammengeräumt und in Richtung Visoka Lipa (Hohenleipa) losgelaufen. Der Aufstieg ist steil, danach war uns warm. So warm, das wir im Ort den richtigen Weg verpasst haben. Nach ca. 1 km ist mir der Irrtum aufgefallen. Also wieder zurück. Danach schön durch den Wald nach Mezni Louka (Rainwiese). Im großen Hotel an der Straße orderten wir wie an den anderen Tagen ein gutes Frühstück. Und als Nachtisch, das am Abend zuvor ausgebliebene Motivationsbier. Der Regen ließ nicht nach. Also beschlossen wir aufgrund des miesen Wetters, nicht auf dem Gabrielensteig zum Prebisch Tor und weiter nach Hrensko zu laufen, sondern direkt und ohne Umwege auf der Straße.
Die erste S-Bahn nach Dresden haben wir leider verpasst, da die Fähre auf der anderen Elbseite lag. Bei der zweiten hat es dann geklappt.

80 km / 2400 Höhenmeter

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Aktualisiert (Freitag, den 30. Oktober 2015 um 18:06 Uhr)