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TransAlp 2014

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TransAlp 2014
1.Tag Jenbach - Alpengasthof Mösel
2. Tag 2.Tag Alpengasthof Mösel – Domenicus Hütte
3.Tag Domenicus Hütte – Dorf Tiro
4.Tag Dorf Tirol - Vigil Joch
5.Tag Vigil Joch - St. Walburg
5.Tag Vigil Joch - St. Walburg
7.Tag Dimaro - Albergo Brenta
8.Tag AlbergoBrenta - Rifugio al Faggo
9. Tag Rifugio al Faggio - Torbole
10. Tag Abreise
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Alpencross 2014

 

Endlich geht es wieder los. Nach 2012 wieder eine Alpenüberquerung. In diesem Jahr das erste Mal westlich vom Eisack- und Etsch Tal. Völliges Neuland für mich und meine 3 Begleiter:
Matze, Nico und Alex R. und für 2 Tage Alex H. Letzterer wollte uns 3 Tage begleiten und dann wieder zurück fahren.  Die Tour hatte ich wie schon 2009 und 2012 auf der Homepage http://www.bike-gps.com vom Uli Stanciu zusammengestellt. Die Tracks waren wieder sehr genau, die Angaben zu Schiebestrecken wie immer äußerst Optimistisch. Wir haben bei weitem mehr geschoben als im Tourbook angegeben. Aus den gesammelten Erfahrungen früherer Jahre wussten wir allerdings schon im Voraus, dass es genauso kommen wird.
Für die geplanten 423 km und 14600 Höhenmeter hatten wir maximal 9,5 Tage zur Verfügung. Da ist eine Menge Reserve Zeit mit eingeplant gewesen. Nicht zu unserem Nachteil, wie sich herausstellen sollte.

 


 

1.Tag  Jenbach (Inntal) – Alpengasthof Mösel                  19.06.14

5:00 Uhr morgens in Torgau an der Post. Matze rollt mit dem Auto vor, aus dem Radio dröhnt der Queen Song „ Show must go on“. Das passte perfekt zu unserer Stimmungslage. Schnell mein und Nicos Rad im Heck verstaut und dann Alex abholen. Der stand auch schon vor dem Gartentor, wollte uns nicht wieder vorbei fahren sehen, wie zur Trailtour. Dann bis Schwandorf keine Vorkommnisse. Dort wollten wir Alex H. abholen und bei ihm noch einen Frühstücksimbiss einnehmen. Hat auch prima funktioniert, obwohl er seiner  Frau erst eine halbe Stunde vor unserem Eintreffen von dem Plan erzählt hat. An einem Feiertag nicht wirklich fair von ihm. Auf diesem Weg noch einmal herzlichen Dank für den Kaffee und die leckeren Waffeln.
In Jenbach im Inntal um 13:30 Uhr losgeradelt. Zuerst  32 Kilometer flach auf dem Zillertalradweg, mit vielen andern Touristen.  Im Cafe Marlen erst einmal gestärkt, wir hatten Hunger und Durst. In Ramsau im Zillertal dann Schluss mit flach. Bis zum Alpengasthof  Mösel 10 km bergauf mit einer durchschnittlichen Steigung von 9%. Allerdings auf Asphalt. Zum Einrollen und Extremitäten lockern nach der langen Autofahrt genau das richtige. Fahrräder in die Garage, Bettenlager bezogen, Essen, Bier. Alles ohne Probleme.

42 km / 15,1 km/h / 2:45 h / 3:45 h / 890 Hm

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2.Tag  Alpengasthof Mösel – Domenicus Hütte          20.06.14

Start 09:00 Uhr. Der Wirt gab uns einen Tipp als Abkürzung mit auf den Weg um nicht zurück fahren zu müssen. Garniert mit einer Bachquerung ohne Brücke. Das Abenteuer begann! Bis zum Hochtal breite Schotterwege, dann neben einer Skipiste hoch schieben (ca. 200 Hm). Für uns nicht fahrbar. Am Penkenjoch und der Wangelalm ein erster Landschaftshammer. > Blick auf den Alpenhauptkamm. Folgend ein Schotterdownhill nach Vorderlanersbach. Hinunter nach Finkenberg leider auf Asphalt. Weiter auf der Zillertalstrasse Richtung Schlegeisspeicher. Unterwegs Rast im Gasthaus Karlsteg. Wurde Zeit. Wer uns kennt, weiß, dass wir die erste Einkehrmöglichkeit immer auslassen. Mitunter ein schmerzhaftes Ritual. Danach sind wir dann ohne Pause durchgefahren bis zur Domenicus Hütte. Ab Breitlahner auf herrlichem Schotterweg. Leider fing es da an zu Regnen. Erst leicht, dann stärker. Regen Jacke an und Rucksack mit der „Boje“ schützen. Haben auf diesem Abschnitt  3 verwegene, junge Alpencrosser getroffen. Die wollten an diesem Tag noch bis nach Sterzing. Dazwischen lag jedoch das Pfitscherjoch. Das Mädchen hatte nicht einmal eine Regenjacke dabei. Schlafen wollten Sie auf ihrer Alpentour nur draußen, ohne Zelt. Isomatte und einen dünnen Schlafsack hatten Sie dabei. Hab Sie nicht beneidet. 15:30 Uhr waren wir an der Domenicushütte, für mein Empfinden zu zeitig. Wollte nach einer Rast auch noch über das Pfitscherjoch. Nieselregen, null Sicht und schon 1900 Höhenmeter in den Beinen. Ich wurde schnell überstimmt, danke Jungs. Die Hütte dann ein reiner Glücksfall. Zimmer noch frei, Essen erstklassig, Bier auch (Zillertaler). Der Wirt ein Erlebnis für sich. Er hat uns dann am Abend nach unserem Tour Weg befragt. Wollten ja am nächsten Tag über die Schneebergscharte. Stirnrunzeln und der Hinweis, dass oberhalb von 2500 Metern in Tirol noch viel Schnee liegt. Ich sofort Handy gezückt und im Schneeberghaus angerufen. Die Wirtin hat sofort abgewiegelt, vom Ridnauntal ist das Erreichen der Scharte nicht möglich. Wir würden im Schnee versinken und hätten keine Chance. Daraufhin haben wir die Karte studiert und haben uns geeinigt, über den Jaufenpass ins Passeiertal zu fahren.
Ach so, ganz toll in der Domenicus Hütte, es gibt einen Wäscheservice. Schmeißt eure Rad oder Wandersachen in den Korb, morgen früh liegt alles gewaschen und getrocknet im Gastraum, so die Worte des Wirtes. So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt, perfekt!!!
An diesem Abend habe ich noch einige Mal an die 3 jungen Biker gedacht. Das Wetter mutierte zu einem nieseligen, 6°C kalten Novemberabend.

47 km / 10,4 km/h / 4:28 h / 7:30 h / 1900 Hm / Ø Steigung an diesem Tag: 10%

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3.Tag   Domenicus Hütte – Dorf Tiro                   21.06.14

Wie verwandelbar doch die Natur sein kann. Nach dem kalten, verregneten Abend nun ein strahlender Morgen. Keine Wolke am Himmel, Traum Blick aus dem Hüttenfenster in die Zillertaler Berge. Der Weg zum Pfitscherjoch bei dem Wetter einer zum Berge genießen. Hatten auch Zeit dazu, die Hälfte der Strecke war für uns Schiebepassage. In der Nähe vom Pfitscherjoch Haus bauten wir in Gedenken an unseren genau an diesem Tag vor einem Jahr verstorbenen Freund Ulf einen Steinmann. Noch am Leben, er wäre sicherlich gern mit uns unterwegs gewesen.
Alex H. hat dann noch ein geniales Foto geschossen. Er hatte sich etwas vollkommen Sinnloses in den Rucksack gepackt, eine Drahtlose PC Maus. Diese auf einem Stein platziert und vor Bergkulisse fotografiert. Das hatte Stil. Und wenn ich gerade dabei bin, auch die anderen hatten solch Blödsinn im oder am Rucksack. Alex R. einen Jo-Jo, Matze eine schwarz, rot, goldene Tröte, es war ja gerade Fußball WM, ich wie vor 2 Jahren etwas aus dem bei Bedarf Jodelmusik erklingt. Braucht kein Mensch, ist aber echt lustig.
In Sterzing Mittagspause mit Knoblauch Spaghetti , Cola und Espresso. Leider nicht Alex H. Ihm schmeckte nichts. Auch ein Gang zum WC brachte keine Linderung. Schweren Herzens musste er sich schon am 2. Tag von uns verabschieden. Eine starke Erkältung war im Anmarsch.
Zu viert nahmen wir die Auffahrt zum Jaufenpass in Angriff. Samstagnachmittag, Sonne satt, gefühlte eintausend Motoradfahrer. Da half nur Stöpsel ins Ohr und den MP3 Player einschalten. Wenn das nervige Motorengeheul gedämpft wird, ist der Pass gut zu fahren. Die Steigung ist mit durchschnittlich 7,6 % moderat und Asphalt rollt bergauf nun mal besser als Schotter oder Bergpfad. Dennoch wanderten meine Blicke immer mal wieder sehnsuchtsvoll Richtung Ridnauntal, unserer ursprünglich geplanten Route. Auf halber Strecke eine Riegel Pause, auf dem Pass eine kalte Cola. Dann eine Aktion die mir wohl ewig anhängen wird. Ich blies zum weiter fahren, tat das auch, wunderte mich schon nach wenigen Metern das etwas anders war. In dem Moment rief Nico meinen Namen, ich wusste sofort was ich vergessen hatte. Meinen Rucksack. Ein Gejohle und Frotzeleien für den Rest der Tour waren mir gewiss.
Auf der Passtrasse dann nach St. Leonhardt gerauscht, anders ging es ja nicht. 16:20 Uhr in St. Leonhardt, zu zeitig für eine Übernachtung befanden alle außer Matze. Er mahnte ständig, das um 21:00 Uhr das WM Spiel Deutschland Ghana angepfiffen wird. Blick in die Karte und beschlossen bis Kuens zu fahren, dort war laut Kompass Karte ein Hotel  zu erwarten. Allerdings konnte sich Matze ein maulendes „ ich ahne schon, wir fahren bis Dorf Tirol nicht verkneifen. In Kuens alle Herbergen voll belegt oder nicht mehr geöffnet. Also doch Dorf Tirol. Matze hatte Recht behalten. 17:45 Uhr im Hotel Brunnhofer eingecheckt. Sonnenschein, Bier und Alex R.+ Nico in den Pool. Alles war o.k.
Das Fußball Spiel mit Österreichern gesehen, da bleiben Sticheleien nicht aus. Sie konnten ja nicht ahnen, dass diese Mannschaft 2 Wochen später den Pokal in den Himmel von Rio recken wird, noch dazu die Ösis in der Qualli an Deutschland gescheitert waren. Matze und ich begossen das 2:2 nicht nur mit Bier, sondern benetzten unsere Zunge + Gaumen auch noch mit Williams Birne. Sollten wir am nächsten Morgen spüren.

99 km / 15,9 km/h / 6:11 h / 8:45 h / 1880 Hm

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4.Tag  Dorf Tirol - Vigil Joch                               22.06.14

Start erst um 09:40 Uhr, sind nicht aus dem Knick gekommen nach dem Fußballabend. Bis zum Schloss Tirol alles easy, dann ein zickzack Pfad steil bergan nach Vellau. Alles schieben (400 Hm). Danach radeln durch die Wein und Obstfelder nach Partschins. Cappuchino, Eis ein kaltes Getränk im Freisitz auf dem Dorfplatz. Es folgte eine schmale, kaum befahrene, jedoch steile Asphaltstraße nach Aschbach. Warm war es heute auch wieder, ein hartes Stück Arbeit. Haben uns dann bei der freundlichen Bedienung nach einer Übernachtungsmöglichkeit am Vigil Joch erkundigt und auch eine Telefonnummer erhalten. Kurzer Anruf und die Penne für den Tag war gesichert. Die folgenden 400 Hm wurden locker von uns abgespult. Eine Forststraße ohne Steilstücke. Der Berggasthof Jocher ein Traum. In der Sonne sitzen, Bier oder Rotwein trinken und das Leben genießen. Geiler Gebirgsblick inklusive. Da es der erste richtig heiße Tag war, mussten wir vor dem totalen Urlaubsgenuss noch unsere Radsachen waschen. Die Trikots waren klatsch nass. Bin dann noch zur kleinen Bergkapelle gelaufen um das Panorama von oben genießen zu können. Als alle anderen Gästen zur Seilbahn verschwunden waren, wurden die Haustiere (Schaf, Schwein…) freigelassen. Idylle pur. Allerdings nicht für Matze. Das Schwein hatte sich sein Bein zum Schuppern ausgesucht. Damit war seine Hose ordentlich verdreckt. Na, nicht so schlimm. Ab zum Waschen ins Zimmer, danach wieder in die Abendsonne und der erste Liter Rotwein stand auch schon auf dem Tisch. Es sollte nicht der letzte an diesem Abend sein. Ein langes Gespräch mit der freundlichen Wirtin inklusive. Dabei erspähte Sie die feuerroten Beine von Alex. Die Sonne hatte zugeschlagen. Sofort zog sich die Wirtin zurück und kam mit einer nicht Apotheken gerecht abgefüllten Flasche zurück. Sie zu Alex: tränke bitte Papiertücher mit der Flüssigkeit und lege diese auf deine verbrannte Haut. > Es wird dir umgehend besser gehen. Und so war es auch. Am Abend Linderung und am nächsten Tag keine Verbrennungserscheinungen. Habe leider vergessen, wie dieses Naturheilmittel heißt. 

28,6 km / 7,6 km/h / 3:43 h / 6:00 h / 1750 Hm

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5.Tag   Vigil Joch - St. Walburg                             23.06.14

Die heutige Etappe versprach nach dem Studium der Karte und eine Menge Schieberei, gleich am Anfang. Zuerst wollten wir noch ein Stück in die falsche Richtung, um einen Dolomitenblick zu erhaschen, die Wirtin riet uns ab, denn die Dolomiten bekommen wir auf unserem Weg genauso zu sehen. Leider dann doch nur sporadisch. Die bleichen Berge hüllten sich in Wolken. Kurz hinter dem Vigil Joch wurde es steil auf Schotter. Die Schieberei begann. Kein Problem, wenn man darauf eingestellt ist. Auf einer Hochwiese endet der Schotterweg an einem Gatter und geht in einen genialen Wanderweg über. Dieser ist auf den folgenden 5 Kilometern zum größten Teil fahrbar und macht auch viel Spaß. Nach ca. 5 km ist dann endgültig Schluss mit fahren. Die nächsten 7 km schieben, tragen und gegen Ende an Seilen hinunter Hangeln. Bis zur Ausserfalkomei Alm alles nur Plackerei auf gut begehbarem Weg. Danach wurde es lustig. Die uns entgegen kommenden Wanderer verstanden die Welt nicht mehr, als sie uns mit Rädern sahen. Hier kommt ihr nicht runter, so die Meinung einer weiblichen Wanderin. Wird schon gehen, denke ich mir so. Bei Alex Lauftechnik schwante mir nichts Gutes. Auf dem Rad ist er ein Genie, zu Fuß erinnert er uns immer wieder an Pinguine. An den Seilen wurde es dann richtig lustig, für uns drei anderen. Alex kam nicht mehr weiter. Rad festhalten, Seil umklammern, schmaler, steiler Felsweg nach unten. Alex kam nicht mehr weiter. Bin dann zurück und habe ihm das Rad abgenommen. Er alleine kam dann wohlbehalten unten an. Noch eine Bach Durchquerung und wir hatten es bis zur Innerfalkomei Alm geschafft. 12 km in 3:20 h. Eine Stärkung war bitter nötig. Der Downhill nach St. Walburg im Ultental war genial. Speedschotter, Waldtrails und am Ende etwas Asphalt. Leider hatte sich das Wetter in der letzten Stunde verschlechtert. Bis hierher noch kein Regen, jedoch bedrohliche Wolken am Himmel. Sind in den Ort gefahren, um uns nach Übernachtungsmöglichkeiten auf unserer Tour zu erkundigen. An der Touristeninformation fing es an zu schütten. Die Frage nach den Wetteraussichten trieb der freundlichen Mitarbeiterin Falten auf die Stirn. In den nächsten Stunden wird sich hier ein Gewitter austoben, so ihr Kommentar. Haben uns entschlossen, die Tour abzubrechen, obwohl es erst 15:00 Uhr war. Eine gute Entscheidung, das Gewitter und der Starkregen folgten als bald.
Matze hat an diesem Nachmittag erstmalig eine sich ankündigende Erkältung gespürt. > 4 Tee getrunken.

24,4 km / 7,2 km/h / 3,21 h / 5 h / 725 hm

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6.Tag   Sankt Walburg - Dimaro                         24.06.14

Habe mir für diesen Tag nicht viele Notizen gemacht. War demnach ein unspektakulärer.
In der Nacht hatte sich das Gewitter des vorigen Tages verzogen. Geblieben sind viele Wolken und merklich kühleres Wetter als an den vorangegangenen Tagen.
Bis zur Spitzalm führt ein breiter, gut fahrbarer Schotterweg. Danach führt ein Waldweg zur Gampenalm. Teils fahren, teils schieben aber gut zu bewältigen für alle. Der Weg war breiter und nicht so ausgesetzt wie der von der Ausserfalkomai zur Innerfalkomaialm. Auf der Gampenalm gönnten wir uns eine Pause mit Apfelstrudel und Cola. Danach war der Weg ähnlich wie bisher. Teils schieben, teils fahren, jedoch mehr fahren. Das ging so bis zum Hofmahdjoch. Danach ein breiter Forstweg bis zum Clozner Jöchel. Herrlich zum Rollen, da immer sanft bergab. Als die Sonne zum Vorschein kam, machten wir eine Pause mit Blick in die Wolkenverhangene Brenta. Danach noch auf eine Kuppe, schätze es war der Monte Ozol. Runter zuerst (ca. 500 Hm) auf breitem Schotterweg. Dann Straße und asphaltierter Radweg bis nach Dimaro, nicht wirklich prickelnd. Auf dem Radweg noch ein erzählenswertes Erlebnis. Wir im Asphalt Speed Tempo unterwegs, plötzlich und unerwartet eine Tempoverschleppung. Was ist los, denke ich. Da radelt doch eine junge Frau auf einem MTB vor uns, und deren Hose ist am linken Schenkel zerrissen. O.K., 10 Meter vor ihr ein männliches „MTB Tier“, Schlussfolgerung unserer Seits, reintreten und vorbei fahren. Jedoch nicht ohne die Bemerkung loszuwerden, deine Hose ist kaputt !!! Genervte, und von der Stimmlage eindeutige Antwort > weiß ich!!! , wir hatten auch nichts anders erwartet.
Interessant gestaltete sich auch die Suche nach einer Herberge für die Nacht. Wir hatten uns eine Pension etwas abseits der Straße ausgesucht. Diese befand sich jedoch im Renovierungszustand. Ein Bett zum Schlafen wäre kein Problem, Frühstück und Bier am Abend allerdings schon. Daraufhin habe ich den jungen Italiener nach weiteren Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe befragt und er hat mir sofort ein Sporthotel in ca. 1km Nähe beschrieben. Wir also losgefahren und alsbald ein seiner Beschreibung passendes Gebäude gefunden. Übernachtung, Frühstück, Bikes unterstellen, kein Problem. Auf die Frage, ob wir auch ein Abendbrot bekommen, kontaktierte der Betreiber seine in 15 km Entfernung wohnende Mutter per Telefon. Nach 5 Minuten die Antwort, ja, kein Thema, dauert allerdings eine Stunde. Die Überbrückten wir dann mit einigen Bieren. Ein Hoch auf die italienische Gastfreundlichkeit.
P.S. Am nächsten morgen stellten wir fest, das es nicht das beschriebene Sporthotel war. Egal, uns hat es gefallen.

64 km / 10,9 km/h / 5:50 h / 8:00 h / 1660 Hm

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7.Tag  Dimaro – Albergo Brenta                         25.06.14

Trübes Wetter am Morgen in Dimaro, 17°C. Ich hatte am Abend meine Radsachen gewaschen, heute Morgen war noch alles klamm, brrr… Alles schnell vergessen, denn der Uphill folgte gleich nach dem Start. Nach 100 Höhenmetern hatte die Körperwärme das klamme Wäschestück besiegt. Danach 1000 Höhenmeter Genus – Bergauf radeln auf einer breiten Schotterpiste in einem Traum Tal. Auf halber Strecke rasteten wir ein wenig, da tauchten plötzlich Biker auf. An ihrer Sprache erkannten wir sie als Tschechen. Anstatt relaxt hinterher zu fahren, stellte sich bei Nico und Alex sofort der Modus um. Von Tour auf Race, die kochen wir ab. Habe es anfangs ignoriert, dann aber hat mich ein Mädel überholt, da war dann Schluss mit Tour Modus, ich hatte Lunte gerochen und bin hinterher, das Mädel konnte ich noch einholen,  die Lücke ganz nach vorn nicht mehr schließen, war schon zu groß.
Die Tschechen sind weitergefahren, (ohne Gepäck auf dem Rücken, im Gegensatz zu uns). Wir sind erst einmal in der Hütte Malga Mondifra eingekehrt. Ne heiße Suppe und ein Getränk zur Stärkung. Dann Regenklamotten anziehen, das volle Programm. Vor der Hütte grotten Wetter. Dann an Madonnona di Campiglio vorbei gerauscht, nicht ohne vorher aufgrund von Kommunikationsproblemen mit dem Garmin durch abgezäunte Gärten gestiegen zu sein.
Als es uns im nächsten Anstieg auf Grund der Sonnen Einstrahlung  zu  warm wurde, pellten wir uns aus der Regen Klamotten Umhüllung. Stellten dabei mit einem Blick in die Karte fest, dass es bis zum Pass Bregn da L’Ors ( Bärenpass) keine Einkehrmöglichkeit mehr gibt. Also zurück bis zur nächsten Straße, um dort eine Kneipe zu finden. Knoblauchspaghetti, Cola Kaffee… alles bestens. Dann ewige Diskussion ob wir bei dem Wetter über den Berg fahren sollten, oder doch besser auf Asphalt um ihn herum. Der freundliche Kellner hat uns beim Abkassieren die Entscheidung abgenommen. Sein Urteil, das schlechte Wetter zieht heraus, ihr könnt über den Pass. Bis zum Lago di Val d’Agola  Schotter, sehr schön zum Bergauf radeln, Danach schieben bis auf den Pass Bregn da L’Ors.  Die Visuelle Belohnung für diesen Tag, der Blick in die Brenta, wurde uns leider durch tief hängende Wolken versagt.
Vom Pass Bregn da L’Ors dann eine Speed Schotterabfahrt zum Genießen und Adrenalin Ausstoßen. Im Albergo Brenta Übernachtet.

51 km / 9,3 km/h / 5:28 h / 8:00 h / 1920 Hm

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8.Tag  Albergo Brenta – Rifugio Al Faggio                26.06.14

Vom Rifugio Brenta auf Asphalt ins Tal hinunter geheizt. Eine andere Möglichkeit hatten wir nicht. Im Tal Radweg, danach auf schmaler Asphalt Straße bergauf. An einigen Steilstücken bekamen wir einen ersten Vorgeschmack auf die Topographie dieses Tages. In Bondo haben wir erst ein Restaurant gesucht, nichts passendes gefunden, uns dann auf den Dorfladen gestürzt und lecker Käse, Brot und Tiroler Speck gekauft. Eine geniale Entscheidung. Den ersten Teil haben wir gleich im Ort verzehrt, den Rest dann an der Malga Casinotto. Bis dahin war es schon recht beschwerlich. Die schmale Straße ist asphaltiert, jedoch ordentlich steil. Am Talschluß haben wir die Bikes sogar auf dem Teer geschoben. Da ich dort war und weiß wie steil es war, ist mir das auch nicht peinlich! Letztendlich sind wir die gesamte Strecke von der Malga Gavardina bis zum Ussol geschoben 500 Höhenmeter. Dann wie weiter oben beschreiben besagte Käse, Schinken Pause. Dabei suchten meine Augen schon recht eifrig den vor uns liegenden Hang nach einem Weg und einem Pass ab. Wir waren ja noch nicht oben. Der Pass Bocca del Ussol stand uns noch bevor.
Auf einem unscheinbaren, teilweise zugewachsenen und ganz sicher sehr selten begangenen Pfad schoben und trugen wir die Bikes Hangaufwärts, nicht ohne mehrfach ins nichts zu laufen. Umkehren und Weg suchen war die Quintessenz. Haben den Weg dann doch gefunden und irgendwann wurde er auch eindeutig identifizierbar > Treppen! Alex ist schon die ganze Zeit hinter uns gewesen, das war nicht sein Ding. Nico war als erster oben und hielt sich die Augen zu als er den Abstieg sah. Wir hatten gerade einmal Platz zu dritt. Nachdem Alex in Rufweite war habe ich ihn mit folgenden Worten geschockt: Die gute Nachricht, du bist gleich oben, die Schlechte, es ist nicht genug Platz für uns vier, wir laufen schon mal los. Meine typische Art, Menschen die in einem Motivationsloch stecken zu schocken! An fahren war nicht einmal im Traum zu denken. Der Weg befand sich in einem sehr schlechten Zustand, teilweise durch Moränenabgänge verschüttet. Da das laufen im Hochgebirge nicht sein Ding ist, war es für ihn ein Alptraum. Wir mussten immer wieder auf ihn warten, dabei hatte ich jedoch Zeit und Muße die schönsten Bergblumen fotografieren zu können. Ab der Malga Gui eine Schotterpiste. Juhu endlich fahren. Leider nicht weit. Der nächste Hammer folgte umgehend. Die Forstarbeiter hatten Bäume gefällt und alles auf dem Weg drapiert. Es sah aus, als hätte Herkules Mikado gespielt. Matze deutete mit Blicken eine mögliche Umgehung über den Hang an, ich schüttelte mein graues Haupt. Wir steigen über dieses Hindernis. Danach mühseliges fahren bis zum Rifugio al Faggio, von Genuss konnte keine Rede sein. Eine üble Rüttelpiste. Haben im Rifugio Zimmer bekommen, obwohl wir auch noch bis Bezzecca hätten fahren können. Es war eine sehr gute Entscheidung auf der Hütte zu bleiben. Wir hatte gerade die Bikes in der Garage abgestellt und das erste Bier am Hals, als auch schon ein heftiger Regenschauer niederprasselte. Im Rifugio entdeckten wir auch ein modernes TV Gerät, sehr wichtig, denn wir waren ja während der Fußball WM unterwegs. Das Spiel Deutschland: USA konnten wir uns am Abend ansehen.
Auch diese Hütte kann man nur weiter empfehlen. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.

36,4 km / 12,7 km/h /  4:45 h / 6:30 h / 1400 Hm

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9.Tag   Rifugio Al Faggio - Torbole                    27.06.14

Zum heutigen Tag gibt es nicht viel zu erzählen. Vom Rifugio al Faggio auf Asphalt hinunter nach Bezzecca, dann auf der klassischen Route (Passstraße) hinauf zum Tremalzo. Bekannte Abfahrt auf der Militärpiste zum Passo Nota und weiter über Pregasina nach Riva del Garda. Am Hafen drei Ankommens Biere. Danach Quartier Suche, in Torbole in der Casa Morandi fündig geworden. Abendessen im Restaurant um die Ecken. Anschliessend zurück in die Casa Morandi. Bier bestellt, bekommen aber mit dem Hinweis, es ist das letzte an diesem Abend. Es war 22:00 Uhr. Häää ??? Leider war es genau so. Wir waren angekommen in der Touristen Hochburg am Lago del Garda. Ich hab mich ins Bett gelegt, die anderen sind noch einmal losgezogen, wohl wissend, das die Casa ab 23:00 Uhr verschlossen ist. Da wir Parterre unser Zimmer hatten sollte ein zurück ins Zimmer kein Problem sein, dachten Sie.
Wurde noch eine abenteuerliche Geschichte, mit Irrungen und Wirrungen, Zäune überklettern inklusive.

60,4 km / 12,7 km/h / 4:45 h / 6:30 h / 14010 Hm

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10.Tag   Abreise                                                    28.06.14

Ist immer das Ende einer Reise. Einerseits ist man froh es geschafft zu haben, andererseits ein lang gehegter Traum ausgeträumt.
Auf dem Radweg nach Rovereto fing es an zu Regnen. Erinnerungen an 2012 wurden wach. Glücklicherweise in diesem Jahr nur leichter Nieselregen. Auf dem Bahnhof in Rovereto am Fahrkarten Schalter Tickets gekauft, mit Radmitnahme, jedoch der Hinweis vom freundlichen Mitarbeiter hinter dem Schalter, wenn der (Rad Transport) Waggon voll ist, können Sie nicht in den Zug einsteigen. So war es dann auch. Zwei Stunden später der erneute Versuch, voll daneben. Drei Radplätze waren noch frei, wir waren vier. Es kam zu einer kleinen Rangelei zwischen dem Schaffner und uns, keine Chance. Die lassen nicht ein Rad zusätzlich in den Zug.  > Frust pur. 2,5 h auf dem Bahnhof verbracht und nicht einen Meter vorangekommen > Schei….
Dann die Idee, wir fahren mit dem nächsten Zug bis nach Bozen, steigen dann in einen Zug zum Brenner, fahren dann weiter bis Innsbruck und nach nochmaligem Umsteigen nach Jenbach. Das hat geklappt. Ab Bozen betritt man ja auch Südtiroler Hoheitsgebiet, die Mitnahme von Fahrrädern ist ab diesem Bahnhof überhaupt kein Problem, in Österreich gleich gar nicht. Kann an dieser Stelle nur empfehlen, italienische Durchgangszüge zu meiden!!!

Kleines Resümee an dieser Stelle.
Auf dieser Tour fehlten uns die richtigen Eyecatcher, sprich Dolomitenberge. Es war eine interessante und schöne Erfahrung auf dieser Route über die Alpen zu fahren, jedoch kein zweites mal.

472 km / 10,7 km/h / 13935 Hm
längste Etappe: 99 km
kürzeste Etappe : 25 km
schnellste Etappe: 15,9 km/h
langsamste Etappe: 7,2 km/h

Aktualisiert (Samstag, den 15. November 2014 um 21:55 Uhr)