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Gardasse Umrundung 2018 - 8. Tag

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Corvara – Piz Boe - Pordoijoch                                                  08.09.2018

Heute wollten wir auf den Piz Boe und dann durch das Mittagstal absteigen, das alles in der Sella Gruppe. Wir sind am Morgen mit der ersten Seilbahn bis Ütia Lago Boe gefahren. Das spart 1000 Höhenmeter im Aufstieg. Auf dem Wanderweg 638 vorbei an der Kostner Hütte und auf einem Panoramaweg um die Sella. Die Jungs hatten sich gerade bei ordentlichem Tempo eingelaufen, als der Weg nach Norden abzweigte. Ungläubiges Staunen, wie jetzt, da hoch??? Ich nickte nur. Ne, glaub ich nicht, doch, da hoch. Von unten sieht es schier unmöglich aus, so steil ist diese Rinne. Ein Weg ist auch nicht erkennbar. Weiter oben fanden wir viele Fix Seile am Boden. Ich traute dem ganzen nicht so recht. Wer weis wie lange die schon liegen und der Witterung und Zugkraft anderer Wanderer ausgesetzt sind. Und ich sollte mich nicht täuschen. Die äußere Hülle war an vielen Stellen durchgescheuert, es wäre sehr gefährlich gewesen, sich daran hochzuziehen. Keine Ahnung wer die verlegt, und nicht wieder abgebaut hat. Allerdings liegt in diesem engen, steilen Tal bis weit in den Sommer Schnee. Könnte sein, dass sie da verlegt wurden.
Der weitere Aufstieg zum Piz Boe ist nicht mehr so spektakulär, ein Wanderweg. Auf dem Berg Trubel ohne Ende. Die meisten kommen mit der Pordoi Seilbahn und haben dann ein vergleichsweise leichtes Stück bis auf den Gipfel. Ein paar Fotos geschossen, die Sicht genossen, Panorama vom Feinsten. Auch heute absolutes Postkarten Wetter. Danach eingereiht in die Menschenschlange, hinunter zum Rifugio Boe. Es war ein Sonntag Anfang September, logisch das wir da nicht allein sein können.
Vom Rifugio Boe wollten wir in das Mittagstal absteigen. Ich habe das vor vielen Jahren schon einmal mit Martin getan. Im oberen Teil ist ein Stück Weg mit Stahlseilen gesichert. Dieses Jahr nicht. Schon bevor wir das 10 Meter Steilstück erreichten, fehlten 2 Verankerungen im Felsen. Mir war das zu riskant. Ich habe zu den anderen gesagt, ich drehe um. Matze hat sich mir angeschlossen, Martin nach einiger Bedenkzeit auch. Alex H. blieb noch unten, wollte nicht aufgeben. Als wir uns abseits der Hütte im Gras sitzend etwas zu essen aus unseren Rücksäcken gönnten, fiel mir auf, das alles anders aussah als damals. Neben der jetzigen Boe Hütte entsteht ein Neubau. Vermutlich haben die Bauleute den aus dem Boden gestemmten Felsschutt mit einer Planierraupe in das Mittagstal gekippt und dabei die Seil Halterungen rausgerissen. Wir sind dann über die Pordoi Scharte abgestiegen zum Pordoi Joch. Alex H. ist nicht wiederaufgetaucht. Da er ein guter Kletterer war, vermuteten wir, dass er es geschafft hatte. Als wir am Pordoi Joch beim Bier saßen kam die Nachricht, ich bin durch. Am Abend erzählte er uns die ganze Geschichte. Wir sind mit dem Bus zurück nach Corvara gefahren.
Alex H. erzählte uns, das da am Seil ein älterer Mann an ihm vorbei schritt Richtung Tiefe. Da ist er hinterher. Dann die Ernüchterung. An dem 10 Meter Steilstück war nach 5 Metern das Seil zu ende, abgerissen. Der Mann stand unten. Der Kletterer Alex hat es dann auch hinbekommen. Er war aber sehr skeptisch, ob wir es auch geschafft hätten. Den Mann sah er nur noch in der Ferne, vermutlich ein zäher Einheimischer, der das öfter als Sonntagsspaziergang macht.





Aktualisiert (Montag, den 10. Dezember 2018 um 17:29 Uhr)